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08.11.2018 | 21:00 Uhr

Westfalen-Blatt: zu Pogrom und Protest

Bielefeld (ots) - Man kann nicht oft genug daran erinnern: In der
Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 haben deutsche
Nationalsozialisten Juden angegriffen, gedemütigt, ihre Synagogen und
ihre Geschäfte zerstört. Wie wichtig die Erinnerung daran ist, zeigt
sich an der geplanten Demonstration von Holocaust-Leugnern für die in
Bielefeld einsitzende Nazi-Frau Ursula Haverbeck. Äußerer Anlass ist
deren 90. Geburtstag. Das Demonstrationsrecht lässt das zu, solange
keine verbotenen Symbole verwendet werden. Bielefeld aber ist es den
historischen Opfern des Nationalsozialismus und den heutigen Opfern
rassistischer und fremdenfeindlicher Übergriffe schuldig, dass alte
und neue Rechtsextreme nicht das Straßenbild beherrschen. Zwar hat
jeder, der in der Woche hart arbeitet, das Recht sich am Wochenende
zu erholen. Und eigentlich sind die City-Händler aufs
Wochenendgeschäft angewiesen. Doch es gibt Verpflichtungen, die sind
wichtiger. Erinnerung ist gut. Aber Demokraten müssen im November
2018 auch Flagge zeigen - selbst an einem Samstag und selbst bei
Regen.



Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Dominik Rose
Telefon: 0521 585-261
d.rose@westfalen-blatt.de

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